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Seit seiner Rückkehr nach Münster im Jahr 2004 ist er wieder als Sänger im Männerchor "MGV Hiltrup 1848" tätig und leitet den Frauenchor Albachten. 2005 rief er an seiner ehemaligen Ausbildungsschule, dem Gymnasium St. Mauritz, den Oberstufenchor "OCM" ins Leben, der das musikalische Leben an der Schule mitprägte. Seit 2006 ist er des Weiteren für die musikalische Leitung des Männerchores Albersloh verantwortlich. (s. auch unten stehendes Interview mit Gerrit Tepe.)
Herr Tepe, wie kamen Sie auf die Idee, ein Gospelprojekt wie dieses zu organisieren?
Nach dem Erfolg der Gospelprojekte (2007 in Albachten, 2008 in Hiltrup) ist es für mich eine Freude auch dieses Jahr ein Projekt anbieten zu können. Der Ursprung von "God's Black Sheep" liegt allerdings nicht in Münster, sondern in Dresden. Hier übernahm ich einen Gospelchor mit hauptsächlich studierenden Sängerinnen und Sängern, die ich im Laufe der Zeit sehr schätzen und lieben gelernt habe. Mit ihnen wurde die Gospelchorlandschaft in Dresden gestärkt, und meine Liebe zu dieser Musik wuchs stetig. Neben CD-Produktionen, Konzerten und Tourneen war es vor allem die Freundschaft, die den Chor verband. Die Kraft und Freude, die mir der Chor damals gab, möchte ich nun auch in Münsters Gospelprojekt etablieren und organisiere daher diese Veranstaltung.
Warum "nur" ein Projekt und nicht gleich einen kontinuierlich probenden Chor?
Wie ja bekannt ist, bin ich bereits in mehreren Chören aktiv. Einen weiteren Chor zu gründen, aufzubauen, zu leiten und zu organisieren würde mein Zeitkontingent nahezu auf Null fahren, da ich diese Chöre in meiner Freizeit mache und diese schon durch die ganzen Aktivitäten arg reduziert ist.
Sie sagten eben, dass Sie das Projekt organisieren. Wie schaffen Sie das alles?
So ganz stimmt das natürlich nicht. Es gibt viele Teilnehmer, die Aufgaben übernehmen, und mich somit entlasten. Sie unterstützen mich bei der Büroarbeit, der Projektvorbereitung während der Probenphase und in der Öffentlichkeitsarbeit. So gibt es zum Beispiel die sog. Stimmsprecher, die als erfahrene "Alt-Schafe" als Kontaktpersonen für die Sängerinnen und Sänger bei Fragen und Anregungen bereit stehen.
Der Name God's Black Sheep ist ja kein Unbekannter für Sie. Warum also diese Namenswahl oder fiel Ihnen kein anderer ein?
Es waren mehrere Namen im Gespräch. Nach Rücksprache mit Felix Kranke, dem Verantwortlichen für die damalige Namenswahl und Entwickler des Logos, löse ich nun aber mein Versprechen ein, was sich der ursprüngliche Chor gegeben hat, als er sich auflöste: Wenn einer von uns einen Gospelchor gründet oder bei der Gründung mit verantwortlich ist, wollen wir versuchen, den Chor "God's Black Sheep" mit dem jeweiligen Zusatz der Stadt/Region, zu nennen, so dass auf diese Weise ein Netz aus den Chören entsteht, die auch untereinander in Kontakt stehen und sich austauschen können. Ich mache hiermit den Anfang und hoffe, dass auch andere dem Beispiel folgen.
Das Projekt basiert auf der Freiwilligkeit der Teilnehmer. Wie wollen Sie sicherstellen, dass das Projekt nicht scheitert?
Garantieren kann ich das natürlich nicht. Da sich aber schon viele "Alt-Schafe" aus den letzten Projekten angemeldet haben, gehe ich von einer "Stammbesetzung" aus, die durch Interessierte aus Albachten, den umliegenden Ortschaften und ganz Münster erweitert wird. Dabei ist es mir wichtig, dass nicht nur erfahrene Chorsänger, sondern auch Sängerinnen und Sänger mit wenig/keiner Chorerfahrung an dem Projekt beteiligt sind. Das notwendige Rüstzeug wird in den Proben vermittelt, und ich bin davon überzeugt, dass einige "Neulinge" Spaß am Chorsingen finden und vielleicht in anderen Chören nach dem Projekt eine Heimat finden, indem sie diesem Hobby mit Freude nachgehen können. Einzige Voraussetzung für alle Interessierten ist jedoch, dass sie regelmäßig und konzentriert bei den Proben dabei sind.
Ich danke Ihnen für dieses Gespräch!
Gerne.
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